So, nach wochenlanger Planung geht es heute endlich los: Die erste Etappe unserer Motorradtour führt uns von Eckental nach Budapest. Diesen ersten Teil fassen wir zunächst einmal als reine Anreise auf. Das bedeutet, von dieser Strecke sind fahrtechnisch keine herausragenden Highlights oder besonderen Anforderungen zu erwarten.
In den vergangenen, inzwischen weit mehr als zehn Jahren gemeinsamer Jahrestouren, ist es zur lieben Gewohnheit geworden, dass wir uns zum morgendlichen Kaffee beim NC70 auf der Terrasse treffen und noch ein paar Teilchen vom Kalchreuther Bäcker vernichten. Diese bringt ebenfalls traditionell der NC50 ofenfrisch eingetütet mit.
Und dann, nach etlichen tiefgründenden Sprüchen und der erwähnten Kanne Kaffee, lässt sich der Start nicht mehr länger verzögern; also noch einmal die Krönchen richten und endlich die Motoren starten. Auf geht es zur Motorradtour Süd-Ost-Europa!
Und nicht nur, weil unser Motto lautet: Motorradtour Süd-Ost-Europa, bewegen wir uns von der Heimat aus exakt nach Südosten. Vielmehr nehmen wir zunächst tatsächlich die Autobahn A3 in besagte Richtung bis Passau, um Strecke zu machen und Zeit zu sparen. Dort wechseln wir dann auf die österreichische Autobahn über Linz und St. Pölten nach Wien.
Doch das waren jetzt genug Autobahnkilometer – um genau zu sein waren es bislang 535 km – und wir wechseln ab jetzt auf die Landstraßen in Richtung Budapest. Dafür folgen wir weitgehend dem Lauf der Donau, überqueren südlich von Bratislava die Grenze zu Slowakei und fahren ab Cunovo sozusagen mitten in der Donau auf einer Art Damm bis Gabcikova. Bei Medvedov nutzen wir eine der wenigen Brücken über die Donau, um wieder nach Ungarn zu gelangen.
Auch diesseits folgen wir so gut es geht dem Lauf der Donau, kürzen dann aber das Donauknie nördlich von Budapest ab und gelangen so nach rund 775 km an unser heutiges Tagesziel, dem Hotel Verdi Budapest Aquincum. Dieses Hotel liegt eingebettet in sattes Grün und bietet einen direkten Blick auf die Donau und den auf einer Halbinsel gelegenen Wiking Yacht Club.
Obwohl wir nach der doch ziemlich langen Fahrt auch ziemlich müde sind, nehmen wir erst einmal unser übliches „Wir-sind-angekommen-Bierchen“ an der Hotelbar ein. Daraus wird dann noch ein zweites und … Na ja, um es kurz zu machen: das Speisenangebot ist auch nicht zu verachten und so sehen wir unsere Zimmer tatsächlich erst, nachdem wir beschließen, jetzt doch endlich ins Bett zu gehen.
Deshalb für heute: Gute Nacht!
