Wünsche für die Motorradreise Süd-Ost-Europa
Wie schon so oft entsteht auch die Motorradreise Süd-Ost-Europa unter Zugrundelegung der Wünsche unseres NC50. „Ich will einmal über die Brücke 1915 fahren!“, so höre ich seinen Wunsch anlässlich des letzten Austauschs von Ideen für die kommende Motorradreise Süd-Ost-Europa.
Diese Brücke, offiziell „Çanakkale-1915-Brücke“, ist eine Autobahn-Hängebrücke im Nord-Osten der Türkei. Gemessen an ihrer Spannweite von 2023 Metern ist sie die längste Hängebrücke der Welt. Sie überspannt in der Marmararegion die Dardanellen als wichtigster Bauabschnitt der neuen Kınalı-Tekirdağ-Çanakkale-Balıkesir-Autobahn.
Der zweite Wunsch von NC50 lautet dann noch: „Und außerdem – wenn wir schon in der Nähe von Istanbul sind – will ich einmal über die Bosporus-Brücke fahren!“ Konkret meint er damit die „Brücke der Märtyrer des 15. Juli“ (türkisch 15 Temmuz Şehitler Köprüsü), ursprünglich Bosporus-Brücke (Boğaz Köprüsü) oder Erste Brücke (Birinci Köprü) genannt. diese ist die älteste von drei Brücken in Istanbul, die den Bosporus überspannen und so den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt verbinden. Sie wurde 1973 eröffnet und verbindet im Zuge der Autobahn O-1 die Stadtteile Beşiktaş und Üsküdar miteinander. Siehe auch den entsprechenden Artikel in Wikipedia.
So, das sind zunächst einmal die relativ klaren Vorgaben an die Planung der Motorradreise Süd-Ost-Europa, die wir für den Juni 2026 durchführen werden.
Richtung Türkei
Ganz grob ist die Strecke ziemlich klar: wir werden in der Heimat starten und dann über Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien in die Türkei bis nach Istanbul gelangen.
Auf der nördlichen Seite des Marmarameeres fahren wir dann bis zur Canakkale-1915-Brücke und von dort weiter südlich bis nach Ayvalik. Von dem dortigen Hafen aus geht es mit der Fähre nach Mytilini, der größeren Hafenstadt auf Lesbos. Hier haben wir genügend Tageszeit, um einmal entspannt über die Insel zu cruisen und unter anderem auch den Ort Plomari zu besuchen, der insbesondere den Ouzo-Trinkern wohl bekannt sein dürfte.
Türkei nach Griechenland – Italien – nach Hause
Nachdem wir in Plomari unseren starken Willen unter Beweis gestellt haben (indem wir wirklich nur homöopathische Dosen zu uns nehmen), verzurren wir am Abend unsere Mopeds auf eine weitere Fähre, mit der wir dann über Nacht nach Piräus schippern.
Wiederum einem Wunsch von NC50 gehorchend, wollen wir über Igoumenitsa nach Brindisi übersetzen und einen Stop in Matera einlegen, das uns vor einigen Jahren schon enorm beeindruckt hat. Über die Italienische Halbinsel ziehen wir sodann weiter nach Norden, mit Übernachtungen in Monteriggioni und auf dem Timmelsjoch, bis wir dann nach rund 6500 Kilometern wieder daheim ankommen.
Hier die Planung der Motorradreise Süd-Ost-Europa in einzelnen Etappen:
-
-
- Tag: von daheim bis nach Budapest – Übernachtung: Verdi Budapest Aquineum

- Tag: von Budapest nach Novaci – Übernachtung: La Pădure Pensiune Restaurant

- Tag: von Novaci nach Pitesti – Übernachtung: ibis Styles Pitesti Arges
Falls der Pass noch gesperrt ist, müssen wir die Alternative fahren:

- Tag: von Pitesti nach Budapest – Übernachtung: Holiday Inn Bucharest – Times

- Tag: von Budapest nach Burgas – Übernachtung: DAS Marina Burgas Hotel

- Tag: von Burgas nach Istanbul – Übernachtung: Garden Inn by Hilton Kadiköy

- Tag: von Istanbul nach Ayvalik-Übernachtung: Casa Solada Cunda Resort & Spa

- Tag: von Ayvalik nach Lesbos – Übernachtung auf der Fähre nach Piräus
- Tag: von Piräus nach Kalambaka – Übernachtung im Divani Meteora Hotel

- Tag: von Meteora über den Katara Pass nach Igoumenitsa
Hier sind die wichtigsten Fakten zum Katara-Pass:
Lage: Er liegt im Pindus-Gebirge in Nordgriechenland und verbindet Trikala mit Ioannina.
Gefahren: Der Pass gilt als eine der gefährlichsten Bergstraßen Europas. Er ist bekannt für seine engen Kurven, steilen Abstürze, häufige Erdrutsche und die extremen Wetterbedingungen im Winter (Schnee, Nebel, Eis).
Höhe: Der Pass liegt auf etwa 1.705 Metern Höhe.
Status: Mit dem Bau der modernen Autobahn Egnatia Odos und dem zugehörigen Metsovo-Tunnel hat der Pass an Bedeutung verloren. Die Straße war zeitweise gesperrt, wurde aber für Fahrradrennen wieder hergerichtet und kann (trotz Warnungen) befahren werden.
- Tag: von Igoumenitsa mit Grimaldi Lines nach Brindisi, weiter nach Matera

- Tag: von Matera nach Norden – Planung steht noch nicht endgültig!
- Tag:
- Tag:
- Tag:
- Tag:
- Tag: von daheim bis nach Budapest – Übernachtung: Verdi Budapest Aquineum
-