Von Bukarest nach Burgas

Wetterprognose

Nachdem die heutige Etappe von Bukarest nach Burgas in Bulgarien ziemlich langweilig zu werden droht, gilt unser Blick nach dem Aufstehen zunächst einmal den diversen Wetterprognosen. Angeblich soll der Regen nach dem Frühstück aufhören. Für uns ein Zeichen, dass wir uns ausnahmsweise einmal ein wenig mehr Zeit für den Anfang des Tages nehmen können. Unsere Mopeds stehen noch unberührt so vor dem Hotel, wie wir sie gestern verlassen haben.

Trotz der positiven Wetterprognose fahren wir erst einmal mit voller Regenkleidung los. So ganz ohne Sinn ist diese Maßnahme nicht, denn es stehen noch tiefe Pfützen auf den Straßen und das Spritzwasser ist oft noch unangenehmer als das Wasser von oben – vor allem wesentlich schmutziger!

Erwartungsgemäß stellt sich die Fahrt zunächst als ziemlich langweilig heraus. Fast geradeaus führt uns die E85 in Richtung Süden zur Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien, die durch den Verlauf der Donau markiert wird. Nachdem wir über die riesige und leider ziemlich marode aussehende Brück in Bulgarien angekommen sind, ändert sich am augenfälligsten der Zustand der Straßen. Wenn man im Südosten von England die vielen Schlaglöchern beklagt, war man sicherlich noch nicht in Bulgarien!

Hier ist es noch um Klassen schlimmer und manche der Löcher sind so tief, dass man es tunlichst vermeiden sollte, dort hineinzufahren! Manchmal verreißt es einem geradezu den Lenker, wenn man wieder einmal nicht rechtzeitig ausweichen kann. Na egal, irgendwann wird das Wetter auch wieder besser und wir werden sogar die Regensachen los. Danach sieht die Welt auch schon wieder ganz anders aus.

 

Kurz vor Burgas kaufen wir in einer Imbissbude mit Holzkohlengrill noch eine Kleinigkeit zu essen und setzen anschließend unsere Fahrt nach Burgas über ausnahmsweise wirklich kurvenreiche Straßen fort. Burgas selbst sieht so gar nicht nach dem Bulgarien aus, das uns links und rechts der Straßen bislang begegnet ist. Vielmehr fühlt man sich in ein mondänes Seebad versetzt. Überall sind perfekt gepflegte Parks, die Häuser sind überwiegend in einem sehr guten Zustand, überall preisen elegante Geschäfte ihre Produkt an.

Unser Hotel befindet sich direkt am Hafen und vom Zimmer aus haben wir einen wunderbaren Blick auf das Wasser. Obwohl ich eigentlich geplant hatte, uns eine Kneipe im Ort zu suchen, bleiben wir dann doch in dem Restaurant sitzen, das dem Hotel „DAS Marina Burgas“ direkt angeschlossen ist. Hier herrscht unglaublich viel Betrieb, allenthalben blicken wir auf besonders schöne Menschen und doch: die Nordkappen sind doch die schönsten!

Heute müssen wir ausnahmsweise wirklich bis nach Mitternacht durchhalten, weil unser NC60 am morgigen Samstag Geburtstag hat. Daher gönnen wir uns auch ein besonderes Geburtstagsessen! Und außerdem müssen wir das natürlich rechtzeitig miteinander begießen! Daher: Herzlichen Glückwunsch, lieber NC60 und dann Gute Nacht!

 

1 Kommentar zu „Von Bukarest nach Burgas“

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